Fahnen, Badges...


Hier erhaltet Ihr einen Einblick über die aktuellen Erkennungszeichen des Cheyne Household, bzw. John, Lord Cheyne.

Belegter Wahlspruch des John, Lord Cheyne, und damit des Cheyne - Household ist :

Fato Prudentia Major ( "Wisdom is greater than fate" )

Mit der Kreation eines neuen Badges in 2010 wurde auch ein neuer Wahlspruch kreiert.
Beides soll die Treue des Lord Cheyne zum Hause Lancaster & Tudor noch einmal extra verdeutlichen. Der neue Wahlspruch wird parallel zum Alten verwendet und lautet :

Semper Fidelis ( "immer treu" )


Oben seht Ihr die vier Badges ( Bilddevisen ) von John, Lord Cheyne (11)

  • halbe Rose in Rot, unten Sonnenstrahlen, wohl gedornt
  • Stierhörner, silber
  • sitzendes gestrecktes Eichhörnchen in rot, eine goldene Nuß zerbeißend
  • Theow, ein Fabelwesen mit Wolfskörper, Löwenschwanz und gespaltenen Hufen

Die Badges waren vor allem in England sehr beliebt, und mussten, zusammen mit den Livreefarben, nicht den heraldischen Regeln entsprechen.
Teilweise war das Badge bekannter, als das eigentliche Wappen - fast jeder kennt die weiße und rote Rose im Zusammenhang mit den englischen Rosenkriegen.
John, Lord Cheyne hatte mehrere Badges - im 15.Jh. üblich. Sie konnten "vererbt", oder für bestimmte Anlässe neu kreiert werden. (11)
Das Badge ist ein bekanntes Erkennungsmerkmal, unabhängig vom eigentlichen Wappen, und kann auf Kleidungsstücken genäht sein, z.B. Zivilkleidung, aber auch auf einem "Wappenrock", bzw. korrekter "Livree". Wappentier und Badge mussten nicht identisch sein, ebenso wie die Wappenfarbe und Farbe der Livree. In John´s Fall gibt es zwei Livree-Varianten. Rot-Grün und Blau-Weiß, wobei Letztere Standard ist, und Erstere in den 1470er Jahren verwendet wurde.

Zum "Theow", der teilweise auch als "Tyger" bezeichnet wird, gibt es sogar eine Geschichte :
Ein Jäger nahm seine Junge, so jagte der sehr schnelle "Tyger" den Jäger. Die einzigste Möglichkeit für den Jäger zu entkommen war, dass er Glasstücke oder Spiegel hinter sich warf. Der "Tyger" würde dann stehen bleiben, und im eigenen Spiegelbild seine Jungen erkennen. Unten seht Ihr ein zeitgenössisches Bild dazu. (11)

Die Stierhörner wurden zum persönlichen Badge, nachdem Lord Cheyne nach der Schlacht von Bosworth ( 1485 ) "Stierhörner" für besondere Verdienste als Helmzier durch Henry VII verliehen wurden. Der Legende nach soll Richard III Lord Cheyne vom Pferd geschlagen haben, dabei wurde der Helm zerstört. Lord Cheyne sei dann auf eine benachbarte Weide gegangen, habe einen Stier getötet, und dessen Schädeldecke inkl. der Hörner als Helm weiter verwendet. Wahrscheinlich ist aber, dass sein Verhalten Inspiration für diese Legende war, und er wie ein wütender Stier in den gegnerischen Reihen "aufgeräumt" hat. Dies würde auch zu zeitgenössischen Aussagen passen, die es sonst über ihn gibt.


Im Jahre 2010 kreierte ich ein neues Badge, was meiner Meinung nach den Nagel auf den Kopf trifft. Sozusagen eine kleine Retourkutsche für Bosworth ( Richard III schlug Lord Cheyne vom Pferd, der sich zwischen Richard III und Henry VII stellte ). Entgegen der sonst angestrebten Arbeitsweise, nachzuforschen und Dinge zu belegen, ist dieses Badge hier frei erfunden. Lediglich die einzelnen Motive der beteiligten Personen sind belegt. (11)

Gezeigt wird hier John Cheyne´s Squirrel, welches diesmal nicht die goldene Nuß zerbeißt, sondern das Hinterteil des White Boar von Richard III.

  • sitzendes gestrecktes Eichhörnchen in rot, den White Boar des Richard III beißend "A squirrel sejant erect gules, cracking a butt argent..." ( Original : A squirrel sejant erect gules, cracking a nut or )

Banner von John, Lord Cheyne ( in Überarbeitung )

Unter einem Banner hatte ein Bannerherr mehrere Lanzen ( militärische Einheit ) mit Gefolge versammelt.
Die Fransenfarben des Banners richteten sich meist nach den Livree-Farben.


Die Standarte ( im Englischen wird diese Reiterfahne "Standard" genannt, im Gegensatz zu der deutschen Standarte, welche eher rechteckig ist, und an einem waagerechten Mast getragen wird ) markiert ebenfalls den Punkt, wo das Gefolge sein sollte, nämlich beim Besitzer der Standarte. Fiel sie in einer Schlacht, konnte das sehr demotivierend sein.

Die Standarte eines Barons konnte bis zu 5 yards lang sein. Unsere ist aus praktischen Gründen nur etwa 2,40 m lang, also eine ritterliche Standartenlänge. Allerdings gab es auch Standarten für verschiedene Verwendungszwecke, so gab es z.B. von Henry VII Standarten in unterschiedlichen Längen - eine Standarte, um sie vor das Zelt zu platzieren, konnte bis zu 9 yards lang sein. Diese wurde aber nicht in einer Schlacht getragen. (32)

Es gibt zeitgenössische Textstellen, aus denen heraus gehen, dass es "Wappen für den Frieden", und "Wappen für den Krieg" gab (11). Also das heraldische Wappen für den Kriegsfall, zusätzlich eine Standarte, sowie Diese, oder eine Alternativ-Standarte für zivile Verwendungszwecke. Es gab also mehrere Standarten - eine "Standard"-Standarte, sowie eine unbestimmte Anzahl von Standarten, je nachdem, wie viele Stücke der Besitzer hatte anfertigen lassen.

Die Fransenfarben der "Standard"-Standarte war häufig von den Alternativ-Livree-Farben des "Vorgängers" geerbt. Genau wie in der Heraldik durften keine zwei lebenden Personen dieselben Farben und Badges tragen, deshalb wurde scheinbar immer eine Generation übersprungen, und die Farben "rückten weiter", zusätzlich zu den Beizeichen der englischen Heraldik. So hat z.B. Henry VII an seiner vereinigten Rosen-Drachenstandarte die Fransenfarben der Livree-Farben von seinem royalen Vorgänger. (11)

Ein Pennon ist eine dreieckige Fahne. Diese hier zeigt alle Badges des Lord Cheyne und markiert - wie der Name schon sagt - den allgemeinen zentralen Sammelpunkt des Gefolges.

Die Fransenfarben dieses Pennons sind, wie die der "Standard"-Standarte, häufig von den Alternativ-Livree-Farben des "Vorgängers" geerbt. Genau wie in der Heraldik durften keine zwei lebenden Personen dieselben Farben und Badges tragen, deshalb wurde scheinbar immer eine Generation übersprungen, und die Farben "rückten weiter", zusätzlich zu den Beizeichen der englischen Heraldik. So hat z.B. Henry VII an seiner vereinigten Rosen-Drachenstandarte die Fransenfarben der Livree-Farben von seinem royalen Vorgänger. (11)




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